The Surge – Platin erreicht – Playstation 4

The Surge ist ein Action RPG im Stil von Dark Souls oder auch Bloodborne. Vor allem Dark Souls hat mit seiner Art die Geschichte zu erzählen und die Art des Gameplay ein eigenes Genre geschaffen, mehr oder weniger. Das Genre nennt sich Souls-Like und bedeutet am einfachsten gesagt: In diesem Spiel wird man sehr wahrscheinlich sterben und muss am Ort seines Todes seine Erfahrung wieder einsammeln. Stirbt man unterwegs erneut, ist die Erfahrung futsch. Weiterhin gibt es keine oder kaum Hinweise über das was man als nächstes machen muss. Es gibt keine Quest-Marker und auch keine Karten. Der Spieler muss sich somit die Umgebung gut einprägen, genauso wie die Position der Gegner, welche in diesen Spielen glücklicherweise fix ist.

The Surge

The Surge stammt vom deutschen Entwickler Deck 13. The Surge kann durchaus mit Dark Souls oder Bloodborne verglichen werden, einziger Unterschied aus meiner Sicht ist, dass es bei The Surge keine „Trash“ Mobs gibt, als kleine Gegner die ohne Probleme bekämpft werden können. Im Gegensatz zu den Spielen von Fromsoft fokussiert sich The Surge nicht so sehr auf Boss-Kämpfe, was man schnell merkt, denn es gibt „nur“ vier Bosse. Allerdings ist das für mich nicht unbedingt etwas schlechtes, denn es gibt genug normale Gegner, die eine Herausforderung darstellen.

Mein erster Durchgang von The Surge dauerte zirka 20 Stunden. Gebiete kennen lernen und teilweise stundenlanges Backtracking (Schritte zurück verfolgen) , weil ich nicht wusste, wo man als nächstes hin muss. Genau wie bei Bloodborne und Dark Souls ist allerdings der zweite Spieldurchlauf wesentlich schneller, denn dann ist man unter drei Stunden am Endgegner. Aber auch das gehört meines Erachtens zu Souls Like Spielen. Beim ersten Durchlauf hat das Spiel noch eine extreme lange Spiel Dauer, wenn man es ohne Guide usw. spielt und beim zweiten Durchlauf schafft man es in Bruchteil der Zeit. Natürlich liegt es auch daran, dass man beim zweiten mal bereits die Gegner kennt und deren Bewegungsmuster.

Für Platin habe ich zirka 28 Stunden gebraucht und zwei Spieldurchläufe, als „New Game“ und „New Game+“. Im „New Game+“ sind nicht nur die Gegner stärker, sondern an einigen Stellen des Spiels gibt es jetzt auch Elite Gegner. Im New Game Plus habe ich dann mit Guide gearbeitet, um die fehlenden Erfolge freizuschalten.

Kurz zur Story (ohne Spoiler): 

Ganz ehrlich, für mich war die Story jetzt nicht wirklich etwas besonderes ohne Erinnerungswertes. Die Story war solange interessant, bis man das vierte Gebiet freigeschaltet hat, ab da wurde einem klar worauf es hinaus läuft. Aus dieser Sicht ist die Story etwas dünn aber wer spielt solche Spiele schon wegen der Story? 🙂

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Das Kampfsystem

Das Kampf System besteht aus der Möglichkeit horizontale und vertikale Schläge auszuführen. Es wird nicht zwischen leichte und starke Angriffe unterschieden. Man kann natürlich die beiden Schläge kombinieren, um bestimmte Kombos auszulösen. Aber man sollte keine große Vielfalt hier erwarten. Ein gelunges Feature im Kampfsystem ist das Anvisieren verschiedener Körperteile (Kopf, rechter Arm, linker Arm, Körper, linkes Bein, rechtes Bein). Je nachdem ob ein bestimmter Körperteil geschützt ist oder nicht kann man Ihn anvisieren und bei ungeschützten Körperteilen mehr Schaden verursachen. Schlägt man lange genug auf einen bestimmten Körperteil ein, kann man mit etwas Glück mit einem „Finishing“-Move diese Körperteil abtrennen.

Waffen und Rüstungen

In The Surge trägt man ein Exoskelett an das man verschieden Teile montieren kann. Die Teile muss man zuerst freischalten, indem man diese von Gegner erhält. Dazu müssen die Teile von den jeweiligen Körperteilen der Gegner getrennt werden. Trägt man ein komplettes Set, dann erhält man einen oder mehrere Boni. Man kann  hier zwischen drei Arten von „Rüstungen“ unterscheiden: Leichte, Mittlere und Schwere. Diese gibt es natürlich in mehreren Variationen.

Waffen gibt es 5 Arten und auch hier in verschiedenen Ausführungen. Mit die besten Waffen gibt es als Belohnungen für das besiegen der Bosse, teilweise muss man diese auf eine bestimmte Art besiegen, um eine bessere oder andere Belohnung zu erhalten. Von den normalen Mobs erhält man normale Waffen, welche ihren Zweck am Ende erfüllen aber die meisten Boss Waffen skalieren Höher, was einen höheren Schaden verursacht.

Level und Waffen Fertigkeit

Das Level des Charakters wird als Energiekapazität bezeichnet. Je höher dieses Level, umso mehr Module kann man in seinen Exo-Anzug platzieren. Eine Verteilung von Skill- oder Attributspunkten gibt es hier nicht.

Wenn man eine Waffe benutzt steigert sich hier die Waffen Fertigkeit, je höher diese ist, umso höher wird der Schaden der Waffe. Es ist daher Ratsam sich am Anfang für einen Waffentyp zu entscheiden und diesen bis zum Ende zu benutzen. Waffen die höher Skalieren, profitieren sehr von einem hohen Vertrautheitslevel.

Mein Fazit zu The Surge:

The Surge von Deck 13 ist ein gutes bis sehr gutes Action RPG. Stark finde ich persönlich das Kampfsystem. Ebenfalls gelungen finde ich die Spielmechanik Ausrüstungsteile zu bekommen, indem man diese vom Gegner abtrennt. Die Sets zu vervollständigen und anschließend zu Craften hat viel Spaß gemacht. Auch wenn es nicht größte Gebietsvielfalt gab, so hat mir das Erkunden des Gebietes Spaß gemacht, besonders immer dann, wenn man eine Abkürzung entdeckt hat und sich denkt, ach hier bin ich jetzt.

Negativ:

Nicht gefallen hat mir der Mangel an einer Schnellreise, das hin und herlaufen gerade beim vervollständigen der Trophäen war recht nervig und langwierig. Besonders weil ich hier und da ständig gestorben bin. Ebenfalls schwach finde ich die Story, denn diese bietet nichts Neues oder Besonderes. Es war alles irgendwie schon mal da.

Mir hat The Surge gefallen und Spaß gemacht, sonst hätte ich es wohl kaum auf Platin gebracht. Im Vergleich zu Bloodborne war Platin etwas einfacher, was aber wohl in Ermangelung an Chalice Dungeons liegt. Vor allem konnte man Platin auch ohne nerviges Grinden erreichen. Vielleicht alle 5 Waffentypen bis auf Level 5 zu bringen aber das ging relativ schnell.

Ich hoffe das Deck 13 noch weiter solche Titel bringt und dabei wie in The Surge sich auf ein zackiges Kampfsystem fixiert. Schnell ist nicht immer besser aber es füllt sich flüssiger an. Vielleicht nächstes mal in einer Steampunk Umgebung. Erst einmal heißt es auf den kommenden DLC zu warten und bis dahin gibt es bereits das nächste Spiel Projekt.