Liebe Telekom- Ist das Euer Ernst?

Enso baut gerade bei uns in der Gegend das DSL-Netz aus und bietet daher auch Geschwindigkeiten weit über den 5.000er die bei uns anliegt. Die Leitung sollte bis November fertig und somit theoretisch nutzbar sein aber leider habe ich die Rechnung nicht mit unserer Vertragslaufzeit gemacht und somit bin ich leider noch bis zum nächsten Jahr an die Telekom gebunden. Bei der Telekom bezahlen wir im übrigen für eine 16.000er DSL-Leitung, bekommen tun wir zwischen 4 und 5.000 (an sehr guten Tagen). Da Enso bis zu 100 MBit (100.000er DSL) anbietet fragte ich natürlich direkt bei der Telekom nach, ob sie nicht auch ab November „schnelleres“ Internet anbieten können.

Mit der Antwort habe ich zwei Probleme:

1. Problem die Art der Zustellung:

Ich stellte meine Anfrage an die Telekom über das „umständliche“ Kontaktformular auf deren Hilfe-Portal. Die Antwort erhielt ich nicht per E-Mail, wovon man in den Modernen Zeiten ausgehen können sollte, sondern ich erhielt die Antwort tatsächlich per Post und das auch noch an eine veraltete Anschrift, die bereits bei der Telekom aktualisiert wurden ist, auch wenn die Adresse stimmte, war hier die Firmenanschrift nicht mehr aktuell. Ich war natürlich schnell sehr frustriert, nach ich nach einem Tag noch keine Antwort per E-Mail oder bekommen hatte, da gerade E-Mail normalerweise innerhalb von 24 Stunden zu beantworten sein sollten, vielleicht mal abgesehen von Wochenenden.

2. Problem: Die Antwort selbst:

Die Antwort der Telekom auf meine Frage, war fast die Gleiche wie eine die ich vor vielen Jahren bereits erhielt. Die Textbausteine glichen sich wie ein Ei dem Anderen. Eventuell gab es hier und dort ein paar Abweichungen aber Sinngemäß war es exakt die gleiche Antwort. Hilft mir eine solche Antwort weiter? Nein, natürlich nicht. Hätte ich mit einer solchen Antwort rechnen müssen? Bei Unternehmen wie der Telekom (von der Größe her), wahrscheinlich ja. Im Kern des A4-Seitigen Schreibens stand letztlich nur, dass es technisch nicht möglich ist schnelleres DSL anzubieten, da man zuweit vom nächsten Verteiler-Punkt entfernt ist. Und das DSL-Signal mit der Entfernung immer schwächer wird. (Stark vereinfacht formuliert)

Daneben ergibt sich für mich noch eine weitere Frage:

Warum baut Enso entgegen der Telekom bei uns die technische Infrastruktur aus, obwohl es vermutlich erst einmal keinen Gewinn abwerfen wird? Ganz einfach, weil es eine langfristige Investition ist. Statt einer bereits gesättigten städtischen Bevölkerung immer mehr Leistung zu geben, die am Ende nur bedingt genutzt werden kann. Kann man komplett neue Kunden gewinnen, die bisher nur über mäßige LTE-Tarife, wenn überhaupt, „vernünftiges“ Geschwindigkeiten im Internet erreichen konnten.

Es wäre am Ende schön, wenn die Telekom sich mit Enso einigen und sich bei Enso einmieten könnte, sodass viele Haushalte von Ihren gebuchten Tarifen zumindest 60 – 80 % der versprochenen Geschwindigkeit nutzen könnten. Wir nutzen bspw. nur 28 % der Geschwindigkeit im Durchschnitt und bezahlen dennoch für 100% der Geschwindigkeit (ja ich weiß Telefon ist auch im Tarif enthalten und das funktioniert glücklicherweise vollständig).

Was erwarte ich?

Nun eigentlich erwarte ich mittlerweile gar nichts mehr von der Telekom, denn ich bezweifel das sie mir mit der Laufzeit entgegenkommen oder einem vorzeitigen kündigen des Vertrages. Hat damals schon auf Arbeit leider nicht geklappt. Auch wenn es die Technik am Ende hergeben sollte, so wird unser Internet im November vermutlich nicht schneller. Es bleibt am Ende nur der Wechsel des Anbieters.