Horizon: Zero Dawn – Gutes Spiel mit Luft nach oben

Horizon Zero Dawn ist ein Spiel von Guerrilla welches exklusiv für die PS 4 erschien. Das Spiel ist ein RPG mit einem interessanten Setting. Denn in der Welt von Horizon gibt es Maschinen, die teilweise Dinosaurierern ähneln oder auch Tieren. Daneben gibt es noch menschliche Gegner und Tiere zum Jagen. Jagen trifft es hier auch ziemlich gut, denn die Waffen sind eine Mischung aus alten Bögen und Schleudern mit maschinellen Elementen. Das Setting ist in jeden Fall interessant und war mit ein Grund, warum mir das Spiel zugesagt hatte.

Die Story von Horizon entwickelt sich langsam was hier dem Spiel auch gut tut, zwar werden erfahrene Gamer schnell wissen wie die Story ausgeht, dennoch hat mir die Story gefallen. Die Story ist aber leider auch keine die mich vom Hocker haut. Am Interessantesten von Horizon Zero Dawn ist tatsächlich das Jagen und Erkunden. Überraschenderweise gab es nur wenige Sachen, die ich beim ersten Spieldurchlauf nicht selbst gefunden oder geschafft habe. Die Entwickler haben es aus meiner Sicht das verstecken von Dingen Fair gestaltet. Aber auch ohne Nebenquests und versteckten Schätzen kann man das Spiel mit relativ problemlos durchspielen.

Wirklich Problemlos?

Aus meiner Sicht ja, aber das Kampfsystem erfordert einiges an Übung.  Auch ich habe erst nach ein drittel des Spiels verstanden, dass ich meine Gegner durch das gezielte abschießen oder abschlagen von Teilen extrem schwächen kann. Oder das nutzen von Elementen wurde später im Spielverlauf immer wichtiger. Wobei auch ohne kann man die meisten Gegner besiegen, mit geht es nur schneller.

Horizon Zero Dawn bietet eine große freie begehbare Welt mit einige Nebenquests und besonderen Jagdaufträgen, bei denen man neue Ausrüstung erhalten kann. Einige dieser Jagdaufträge haben es in sich, hat man aber den Bogen einmal raus sind sie am Ende schaffbar, leicht sind Sie dennoch nicht.

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Was stört mich an Horizon Zero Dawn?

Nicht falsch verstehen, das Spiel und vieles darin gefiel äußerst gut. Leider nur hat es aus meiner Sicht keinen Wiederspielwert. Mittlerweile hat Zero Dawn zwar per Patch einen New Game Plus erhalten und einen neuen Schwierigkeitsgrad aber auch hier gilt, bis auf zwei neue Trophäen bringt es mir nichts das Spiel noch einmal zu spielen. Gut ich kann verbesserte Ausrüstung erhalten aber brauche ich die? Man kann nur hoffen, dass der kommende DLC besonders für Charaktere mit Max-Level einen Mehrwert bietet, denn ansonsten sehe ich schwarz.

Es wäre schön wenn man  noch etwas aus dem Spiel heraus holt. Ja, ich habe mich am Ultra Schwer Modus im New Game Plus versucht und fand ihn schwer aber Fair. Mein Problem war nur, dass zu diesem Zeitpunkt die Story noch zu frisch war und ich sie nicht ein drittes mal durchspielen wollte.

Es wäre halt schön, wenn es irgendein Grund, abgesehen von neuer Ausrüstung, gäbe das Spiel weiter zu spielen.

Für 1 Spieldurchgang ist Zero Dawn ein sehr gutes Spiel und ich kann es empfehlen. Wer aber wie ich fast alles bereits beim ersten Durchlauf erledigt, hat keinen Grund noch einmal die Story durchzuspielen. Die Spieldauer für einen kompletten Durchlauf, mit alles machen ab und an scheitern und erneut versuchen kann man wohl auf 30 – 40 Spielstunden beziffern.

Update nach der Story des DLC’s The Frozen Wilds:

Der DLC The Frozen Wilds für Horizon Zero Dawn ist released wurden und passend dazu einige Patches. Ich habe mich entschieden den DLC zu erwerben und zu spielen. Da ich den DLC bisher nur auf Ultra Hard kennengelernt habe, kann ich auch nur diesen Modus beurteilen. Fangen wir aber mit der Story an. Diese erinnert zwar etwas an die Hauptstory ist aber dennoch originell wie ich finde. Auch das es etwas Straffer zugeht finde ich nicht verkehrt.

Neben modifizierten Standardgegnern bietet The Frozen Wilds auch einige komplett neue Gegner. Und ja, die haben es in sich. Besonders auf Ultra Schwer wurde mein Frustpotenzial das ein oder andere Mal „sehr hart“ auf die Probe gestellt. Viele Gegner sind schnell und schlagen sehr hart zu. Das führt dazu, dass das Zeitfenster zum zuschlagen minimal ist. Dadurch können sich die Kämpfe in die Länge ziehen.

Die neuen Gegner Versenger, Frostklaue und Feuerklaue, sind jeder für sich eine Herausforderung. Interessant wird es aber erst, wenn man mehrerer dieser Gegner auf einmal bekämpfen muss. Glücklicherweise hat man dann meist einen Begleiter dabei. Aber die machen oft nicht wirklich viel. Schwer wird es auch, wenn die oben genannten Gegner noch Begleitung bei sich haben. Hier gilt, man sollte erst die Kleinen nach und nach ausschalten und sich anschließend um die Großen kümmern. Am besten ist es natürlich, wenn man sich von Anfang an direkt um den Großen kümmert und die Kleinen es nicht merken.

Den DLC auf Ultra Schwer zu spielen war im Nachhinein betrachtet Herausfordernd. Zum kennenlernen würde ich aber einen niedrigeren Schwierigkeitsgrad empfehlen. Besonders um leichter an die neuen Waffen und Ausrüstungen zu kommen.

Mein Fazit

Ich habe beim Hauptspiel den Wiederspielwert bemängelt und durch die Erweiterung erweitert man die Story. Das Problem bleibt leider. Ein Grund das Spiel erneut zu spielen, wäre um sich eigenen Herausforderung zu stellen, wie die eines „Hardcore“ Modus bei dem man nach einem Tod den Spielstand löscht oder sowas in der Art. The Frozen Wilds kostet als DLC aktuell knapp 20 € im PSN-Store und ist in der Complete Edition enthalten.

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Ich finde es ist sein Geld Wert, auch wenn ich eine genaue Zeiteinschätzung erst treffen kann, wenn ich den DLC auf einen „normalen“ Schwierigkeitsgrad durchgespielt habe.